Sättigung

Sättigung beschreibt das Gefühl, nach einer Mahlzeit satt zu sein und für eine gewisse Zeit kein Bedürfnis nach weiterer Nahrung zu verspüren. Sie hängt von mehreren Faktoren ab, etwa dem Volumen einer Mahlzeit, ihrem Ballaststoffanteil und der Zusammensetzung aus Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß. In der Ernährungswissenschaft gilt Eiweiß häufig als der Nährstoff mit der stärksten sättigenden Wirkung je Kalorie. Auch die Konsistenz einer Mahlzeit spielt eine Rolle, feste und voluminöse Speisen sättigen oft anders als Getränke mit ähnlichem Energiegehalt.

In der Praxis kann eine eiweißreichere Mahlzeit dazu beitragen, dass sich über einen längeren Zeitraum weniger Hunger einstellt, etwa wenn Magerquark, Hülsenfrüchte, Fisch oder Geflügel Teil der Mahlzeit sind. Wie stark dieser Effekt individuell ausfällt, unterscheidet sich jedoch von Person zu Person und hängt auch von der Gesamtmahlzeit ab, nicht nur vom Eiweißanteil allein. Wer gezielt auf Sättigung achten möchte, kann Mahlzeiten bewusst um eine eiweißreiche Komponente ergänzen, statt sich allein auf die Kalorienmenge zu konzentrieren.

Sättigung wird oft im Zusammenhang mit dem Abnehmen diskutiert, ein Überblick dazu findet sich im Ratgeber Protein zum Abnehmen. Mehr zum verwandten Thema des Energieverbrauchs bei der Verdauung erklärt der Eintrag Thermischer Effekt.