Thermischer Effekt

Der thermische Effekt der Nahrung beschreibt, wie viel Energie der Körper allein für die Verdauung, den Transport und die Verwertung eines Nährstoffs aufwendet. Dieser Energieverbrauch wird von der aufgenommenen Kalorienmenge quasi wieder abgezogen und unterscheidet sich je nach Nährstoff deutlich. Bei Kohlenhydraten liegt der Wert meist bei etwa 5 bis 10 Prozent, bei Fett noch niedriger, was die Unterschiede zwischen den Nährstoffen verdeutlicht.

Bei Eiweiß fällt der thermische Effekt im Vergleich zu Kohlenhydraten und Fett am höchsten aus, in der Ernährungswissenschaft werden hierfür häufig Größenordnungen von etwa 20 bis 30 Prozent der aufgenommenen Energiemenge genannt, während es bei Kohlenhydraten und Fett deutlich weniger ist. Praktisch bedeutet das, dass von 100 Kalorien aus Eiweiß ein größerer Teil für die Verarbeitung selbst verbraucht wird als bei anderen Nährstoffen. Für die gesamte Energiebilanz eines Tages spielt der thermische Effekt eine untergeordnete, aber messbare Rolle neben Bewegung und Grundumsatz.

Der thermische Effekt wird oft gemeinsam mit der sättigenden Wirkung von Eiweiß betrachtet, mehr dazu im Eintrag Sättigung. Einordnungen im Zusammenhang mit dem Abnehmen liefert der Ratgeber Protein zum Abnehmen.