Essentielle Aminosäuren sind jene Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht selbst in ausreichender Menge herstellen kann und deshalb über die Nahrung aufnehmen muss. Für erwachsene Menschen zählen dazu üblicherweise neun Aminosäuren, darunter Leucin, Isoleucin, Valin, Lysin und Threonin. Fehlt eine dieser Aminosäuren dauerhaft in der Ernährung, kann der Körper bestimmte Proteine nicht mehr in vollem Umfang aufbauen.
In der Praxis unterscheiden sich Lebensmittel darin, wie viel und in welchem Verhältnis sie essenzielle Aminosäuren liefern. Tierische Proteine wie in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten enthalten meist alle essenziellen Aminosäuren in einem für den Körper günstigen Verhältnis. Pflanzliche Proteinquellen können in einzelnen Aminosäuren schwächer sein, lassen sich aber durch geschickte Kombination gut ergänzen, wie der Eintrag Biologische Wertigkeit näher erklärt.
Besonders die verzweigtkettige Aminosäure Leucin wird häufig im Zusammenhang mit Muskelaufbau genannt. Wie sich pflanzliche Quellen sinnvoll kombinieren lassen, zeigt der Ratgeber Pflanzliche Proteinquellen kombinieren.
