Isoleucin gehört zu den neun essentiellen Aminosäuren und zählt zusammen mit Leucin und Valin zu den verzweigtkettigen Aminosäuren, die auch als BCAA bekannt sind. Der Körper kann Isoleucin nicht selbst herstellen und ist daher auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Es findet sich in nennenswerten Mengen in Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten sowie in pflanzlichen Quellen wie Hülsenfrüchten und Nüssen.
Chemisch betrachtet ist Isoleucin an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, unter anderem am Energiestoffwechsel und am Aufbau von Muskelprotein. Im Vergleich zu Leucin wird Isoleucin in der Forschung seltener gesondert untersucht, spielt aber als Teil des BCAA-Trios eine ergänzende Rolle im Aminosäurestoffwechsel.
Bedeutung für Ernährung und Sport
Für die meisten Menschen ist eine gesonderte Zufuhr von Isoleucin nicht notwendig, da eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung mit Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten oder Hülsenfrüchten den Bedarf üblicherweise deckt. Im Kraftsport wird Isoleucin gelegentlich zusammen mit Leucin und Valin als BCAA-Präparat angeboten, wobei die Studienlage zum zusätzlichen Nutzen gegenüber einer ohnehin ausreichenden Proteinzufuhr gemischt ausfällt.
Wer bereits genügend Gesamtprotein über den Tag aufnimmt, deckt seinen Isoleucinbedarf in der Regel automatisch mit. Mehr zu den verzweigtkettigen Aminosäuren als Gruppe und ihrer möglichen Rolle rund um Training und Regeneration erklärt der BCAA-Ratgeber.
