Biologische Wertigkeit

Die biologische Wertigkeit ist ein in Deutschland gebräuchliches Maß dafür, wie gut ein Nahrungsprotein vom Körper in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Grundlage ist der Vergleich des Aminosäuremusters eines Lebensmittels mit dem, was der menschliche Körper benötigt. Hühnerei wird traditionell häufig als Referenzwert mit hoher Wertigkeit herangezogen.

In der Praxis zeigt das Konzept vor allem, dass sich Proteinquellen sinnvoll kombinieren lassen. Werden zum Beispiel pflanzliche Proteine unterschiedlicher Herkunft gemeinsam verzehrt, etwa Getreide und Hülsenfrüchte, kann sich die kombinierte Wertigkeit gegenüber den Einzelquellen verbessern, da sich Stärken und Schwächen im Aminosäuremuster ausgleichen. Tierische und pflanzliche Proteine sind dabei grundsätzlich gleichwertig zu betrachten, sie unterscheiden sich lediglich im Aminosäuremuster.

International werden heute eher die Methoden DIAAS und PDCAAS verwendet. Wie sich pflanzliche Quellen praktisch kombinieren lassen, erklärt der Ratgeber Pflanzliche Proteinquellen kombinieren.