Tempeh stammt ursprünglich aus Indonesien und entsteht, indem gekochte, leicht angequollene Sojabohnen mit einem Edelschimmelpilz fermentiert werden. Dabei verbinden sich die Bohnen zu einem festen, aufschneidbaren Block, der ganze Bohnenstücke sichtbar enthält, anders als der glattere Tofu. Weil die ganze Bohne verarbeitet wird, bringt Tempeh zudem mehr Ballaststoffe mit als Tofu, was ihn zusätzlich bissfest macht.
Durch die Fermentation verändert sich neben der Konsistenz auch der Geschmack, Tempeh schmeckt kräftiger und leicht nussig. Der Eiweißgehalt liegt in einer ähnlichen Größenordnung wie bei Tofu, teils etwas höher, da bei der Herstellung die ganze Bohne verwendet wird. In der Küche wird Tempeh meist gebraten, gedünstet oder mariniert und ähnlich vielseitig eingesetzt wie Tofu. Vor der Zubereitung wird Tempeh oft kurz gedämpft oder mariniert, um den kräftigen Eigengeschmack abzurunden.
Ein direkter Vergleich zur Herstellung aus Sojamilch findet sich im Eintrag Tofu, ein weiteres pflanzliches Produkt mit anderer Grundlage beschreibt der Eintrag Seitan. Ideen für die Zubereitung bietet die Seite Rezepte.
