Seitan

Seitan wird aus Weizenmehl hergestellt, indem Stärke und andere Bestandteile ausgewaschen werden, bis überwiegend das enthaltene Klebereiweiß, das Gluten, übrig bleibt. Dieses Eiweißgerüst wird anschließend gewürzt und gegart, wobei eine faserige, bissfeste Struktur entsteht, die optisch an Fleisch erinnern kann. Wegen der festen, faserigen Struktur eignet sich Seitan besonders für Gerichte, in denen sonst Fleischstücke verwendet würden, etwa Geschnetzeltes oder Spieße.

Wegen der Herstellung aus Gluten ist Seitan sehr eiweißreich, jedoch nicht für eine glutenfreie Ernährung geeignet. Das Aminosäureprofil von Weizenprotein ist weniger vollständig als das vieler anderer Eiweißquellen, weshalb sich eine Kombination mit anderen pflanzlichen oder tierischen Proteinen anbietet. In der Küche wird Seitan meist gebraten, geschmort oder in Streifen verarbeitet. Vor der Zubereitung wird er häufig mariniert, damit die eher neutrale Grundmasse zusätzlichen Geschmack annimmt.

Wie sich pflanzliche Eiweißquellen sinnvoll ergänzen lassen, erklärt der Ratgeber Pflanzliche Proteinquellen kombinieren. Andere pflanzliche Alternativen mit fester Konsistenz beschreiben die Einträge Tofu und Tempeh.