Muskelproteinsynthese

Die Muskelproteinsynthese bezeichnet den Prozess, bei dem der Körper aus Aminosäuren neues Muskelprotein aufbaut. Sie steht im ständigen Wechselspiel mit dem Abbau von Muskelprotein, dem sogenannten Proteinabbau. Überwiegt der Aufbau über einen längeren Zeitraum den Abbau, kann sich das langfristig in einem Zuwachs an Muskelmasse zeigen, wobei viele Faktoren wie Training, Ernährung und Erholung zusammenspielen. Auch ausreichend Schlaf und Erholung zwischen den Trainingseinheiten gelten als wichtige Rahmenbedingungen für diesen Prozess.

Ausgelöst wird die Muskelproteinsynthese unter anderem durch Krafttraining und durch die Zufuhr von Eiweiß, insbesondere durch die essentielle Aminosäure Leucin. In der Sportwissenschaft werden für Kraftsport häufig Werte von etwa 1,2 bis 2,0 g Protein je Kilogramm Körpergewicht pro Tag genannt, verteilt auf mehrere Mahlzeiten, als Orientierung und nicht als feste Empfehlung dieser Seite. Ohne regelmäßigen Trainingsreiz bleibt der Effekt einer erhöhten Eiweißzufuhr auf die Muskelproteinsynthese begrenzt.

Wie einzelne Eiweißportionen über den Tag sinnvoll verteilt werden können, beschreibt der Eintrag Proteinverteilung über den Tag, mehr zur Rolle von Leucin erklärt der Eintrag Leucin. Einen Überblick zum Aufbau von Muskulatur bietet der Ratgeber Protein für Muskelaufbau.

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