Cystein

Cystein ist eine schwefelhaltige, semi essentielle Aminosäure, die der Körper teilweise selbst aus der Aminosäure Methionin bilden kann. Sie spielt unter anderem eine Rolle beim Aufbau von Proteinstrukturen, da die enthaltene Schwefelgruppe Bindungen zwischen Proteinketten ermöglicht, etwa in Haaren und Nägeln.

Cystein ist außerdem ein Baustein des körpereigenen Antioxidans Glutathion, das am Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beteiligt ist. In der Nahrung findet sich Cystein unter anderem in eiweißreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Eiern, Milchprodukten sowie in geringeren Mengen in Hülsenfrüchten und Getreide.

Bedeutung für Ernährung und Sport

Für sportlich aktive Menschen ist Cystein vor allem im Zusammenhang mit dem antioxidativen Schutzsystem des Körpers von Interesse, da intensives Training vorübergehend oxidativen Stress erhöhen kann. Eine gesonderte Ergänzung mit Cystein ist für die meisten Menschen bei ausreichender Gesamtproteinzufuhr jedoch nicht notwendig.

Bei einer ausgewogenen, proteinreichen Ernährung wird der Cysteinbedarf in der Regel gut gedeckt, da der Körper es zudem teilweise selbst synthetisieren kann. Mehr zu Aminosäuren und ihrer Rolle in Ernährung und Sport erklärt die Seite Aminosäuren. Ergänzt eine ausreichende Gesamtzufuhr an Eiweiß den täglichen Speiseplan, ist eine isolierte Betrachtung einzelner Aminosäuren meist zweitrangig.