Die Kalorienbilanz beschreibt das Verhältnis zwischen aufgenommener Energie über die Nahrung und dem tatsächlichen Energieverbrauch des Körpers. Übersteigt die Zufuhr den Verbrauch dauerhaft, spricht man von einem Kalorienüberschuss, im umgekehrten Fall von einem Kaloriendefizit. Sind beide Werte etwa ausgeglichen, bleibt das Körpergewicht über längere Zeit stabil.
Der Gesamtenergieverbrauch setzt sich aus dem Grundumsatz, dem Leistungsumsatz durch Bewegung sowie der Energie für die Verdauung zusammen. Diese Werte lassen sich nur näherungsweise schätzen, da individuelle Unterschiede im Stoffwechsel bestehen.
Bedeutung für Ernährung und Sport
Die Kalorienbilanz gilt in der Ernährungswissenschaft als zentraler Faktor für Gewichtsveränderungen, auch wenn die Zusammensetzung der Ernährung, etwa der Proteinanteil, zusätzlich eine Rolle für Sättigung und Körperzusammensetzung spielt. Ein moderates Defizit wird beim Abnehmen häufig als schonender angesehen als ein sehr starkes Defizit.
Für den Muskelaufbau wird dagegen häufig ein leichter Überschuss in Kombination mit Krafttraining angeführt. Eine dauerhaft stark einseitige Kalorienbilanz in beide Richtungen kann sich negativ auf Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden auswirken. Wie sich ein Kaloriendefizit sinnvoll gestalten lässt, erklärt der Ratgeber Protein zum Abnehmen. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen dabei keine ausgewogene Ernährung, sondern können diese allenfalls sinnvoll ergänzen.