Ornithin ist eine nicht proteinogene Aminosäure, die im Körper vor allem im sogenannten Harnstoffzyklus eine Rolle spielt, einem Stoffwechselweg, über den überschüssiger Stickstoff aus dem Eiweißabbau entsorgt wird. Anders als viele andere Aminosäuren wird Ornithin nicht in Körperprotein eingebaut, sondern wirkt im Stoffwechsel selbst mit.
Der Körper kann Ornithin selbst aus der Aminosäure Arginin bilden, weshalb es nicht als essentiell gilt. In der Nahrung kommt Ornithin nur in geringen Mengen vor, isolierte Ornithinpräparate werden vor allem im Bereich der Sporternährung angeboten.
Bedeutung für Ernährung und Sport
Im Sportbereich wird Ornithin gelegentlich im Zusammenhang mit Regeneration und dem Abbau von Ammoniak nach intensiver Belastung diskutiert, da es am Harnstoffzyklus beteiligt ist. Die wissenschaftliche Datenlage zu einer gezielten Ergänzung mit Ornithin ist insgesamt dünn und lässt keine verlässlichen Aussagen zu einem messbaren Trainingseffekt zu.
Für die meisten sportlich aktiven Menschen ist eine gesonderte Zufuhr von Ornithin nicht notwendig, da der Körper es aus anderen Aminosäuren selbst herstellen kann. Einen breiteren Überblick über Aminosäuren im Kontext von Ernährung und Sport bietet die Seite Aminosäuren. Wer sich ausgewogen und proteinreich ernährt, muss sich um seinen Ornithinstatus in der Regel keine gesonderten Gedanken machen.
