Glycin

Glycin ist die kleinste der proteinogenen Aminosäuren und gilt als nicht essentiell, da der Körper sie selbst herstellen kann. Sie ist ein wichtiger Baustein von Kollagen, dem Strukturprotein von Bindegewebe, Haut, Sehnen und Knorpel, und macht dort einen großen Anteil der Aminosäuresequenz aus.

Neben seiner Rolle im Kollagen ist Glycin auch am Aufbau anderer Proteine sowie an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt. In der Nahrung ist Glycin vor allem in Lebensmitteln mit Bindegewebsanteil enthalten, etwa in Knochenbrühe oder Fleisch mit Haut, sowie in geringeren Mengen in vielen weiteren proteinhaltigen Lebensmitteln.

Bedeutung für Ernährung und Sport

Wegen seiner Rolle im Kollagen wird Glycin gelegentlich im Zusammenhang mit Bindegewebe, Sehnen und Gelenken diskutiert, etwa bei der Regeneration nach Belastung. Die Studienlage zu einer gezielten Ergänzung mit isoliertem Glycin ist insgesamt begrenzt und lässt noch keine abschließende Einordnung zu.

Bei einer insgesamt ausreichenden Proteinzufuhr wird auch der Glycinbedarf üblicherweise mitgedeckt, da der Körper es zusätzlich selbst bilden kann. Mehr zum Thema Aminosäuren und Regeneration nach dem Training bietet der Ratgeber Aminosäuren und Regeneration. Kollagenhaltige Lebensmittel oder Präparate liefern Glycin dabei in konzentrierterer Form als die übliche Alltagskost.

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