Citrullin ist eine nicht proteinogene Aminosäure, die im Körper vor allem im Harnstoffzyklus eine Rolle spielt und als Zwischenprodukt bei der Bildung der Aminosäure Arginin entsteht. In nennenswerten Mengen kommt Citrullin natürlicherweise in Wassermelone vor, worauf sich auch der Name bezieht.
Da der Körper Citrullin über den Harnstoffzyklus mit Arginin verbindet, wird es im Sportbereich häufig im Zusammenhang mit der Stickstoffmonoxidbildung genannt, die wiederum mit der Weitstellung von Blutgefäßen in Verbindung gebracht wird.
Bedeutung für Ernährung und Sport
Citrullin, insbesondere in der Form L-Citrullin-Malat, gehört zu den häufiger untersuchten Substanzen im Bereich der Trainingsergänzung, wobei die Studienlage zu einer spürbaren Leistungssteigerung insgesamt gemischt ausfällt und je nach Sportart und Person unterschiedlich ausgeprägte Effekte zeigt.
Übliche in der Forschung genannte Mengen bewegen sich als grobe Orientierung im Bereich mehrerer Gramm vor dem Training, wobei die Angaben auf dem jeweiligen Produkt maßgeblich sind. Eine ausführliche Einordnung von Citrullin als Trainingsergänzung bietet der Ratgeber L-Citrullin. Individuelle Reaktionen unterscheiden sich dabei spürbar, weshalb pauschale Erwartungen an einen bestimmten Effekt wenig sinnvoll sind und jeder seine eigene Erfahrung einordnen sollte, statt sich allein auf Werbeversprechen zu verlassen.
